Sonntag, 25. Oktober 2015

Dreierlei vom Reh


Wilde Zeiten an der saarländischen Riviera: Heute gab es Dreierlei vom Reh! Und das in ganz unterschiedlichen Varianten, nämlich erstens gepökelt und geräuchert (Reh-Pastrami), zweitens geschmort (Reh-Gulasch) und drittens kurz gebraten gegrillt (Steak aus der Hinterkeule).

Aber erst einmal alles Gute zum heutigen Weltnudeltag! Damit stand also dann auch schonmal die Beilage fest.

Los ging es jedoch bereits in der vergangenen Woche, in der ich einen Tafelspitz vom Reh (zumindest vermute ich anhand der Form des Stückes, dass es Tafelspitz war) trocken einpökelte. Nach etwa zehn Tagen sah das Stück dann so aus:
Das Stück wurde dann gewürzt wie mein letztes Reh-Pastrami. Im Gegensatz zum letzten Reh-Pastrami wollte ich das heutige allerdings warm aufschneiden. Ansonsten war die Zubereitung wie gehabt: bei niedriger Temperatur mit Apfelholz heiß geräuchert:

Aber noch bevor das Pastrami auf den Smoker kam, wurde ein Reh-Gulasch im Dutch Oven angesetzt. Die Bilder dürften selbst erklärend sein: Fleisch anbraten, raus aus dem Dutch Oven, Zwiebeln rein und andünsten, Fleisch wieder rein, würzen, gehackte Tomaten, Rinderbrühe und Rotwein dazu, Deckel drauf und schmoren lassen.








Und wie sagt man so schön an der saarländischen Riviera (und sicherlich nicht nur dort), nachdem man nicht den gesamten Rotwein - ein 2006er Bordeaux - für das Gulasch verwendet hat: Man nehme ein Glas Wein und schütte es in den Koch...! ;-)
Nachdem sich sowohl das Pastrami als auch der Gulasch langsam dem Ende ihrer Garzeit näherten, wurde das Mini-Ei angeheizt und schließlich darauf ein schönes, gleichmäßiges Stück aus der Hinterkeule des Rehs aufgelegt und als Steak zubereitet: zunächst von beiden Seiten über sehr hoher direkter Hitze angegrillt und dann indirekt bis zu einer Kerntemperatur von 57° C gar gezogen.

Schließlich wurde alles als Trilogie kredenzt:




Alles ist hervorragend gelungen, alles passte hervorragend zusammen, und alles hat hervorragend geschmeckt! Ich hatte zunächst Zweifel, ob das Pastrami mit den beiden anderen Varianten harmonieren würde und wollte es ursprünglich als Vorspeise machen. Und in der Tat stellte es einen ziemlichen Kontrast zu den anderen beiden Varianten dar, der sich aber geschmacklich als absolute Ergänzung herausstellte. Mit Senf hätte es wohl nicht so gut gepasst, aber durch die Preiselbeeren fügte sich das Pastrami überaus harmonisch in das Gesamtbild ein.

Samstag, 3. Oktober 2015

Dry Aged Ribeye mit Jalapeño-Cheese-Fries


Was?! Im ganzen September habe ich keinen Beitrag gebracht? Grundgütiger! Naja, dann traf es sich für heute ja ganz gut, dass ich von einer Freundin, mit der ich zusammen was kochen wollte, versetzt wurde. Also zog ich mein für morgen geplantes Mittagessen auf heute vor, da ich morgen wohl wieder knapp an Zeit sein werde.

Damit stand dann für heute Dry Aged Ribeye auf dem Speiseplan, das ich gestern gekauft hatte. Als Gemüsebeilage wählte ich Pommes, die ich mit Jalapeños, gehackten Schalotten und geriebenem Cheddar aufpeppte, die dann während der Zubereitung des Steaks auf dem Grill überbacken konnten.

Das sah dann alles so aus: