Samstag, 18. Oktober 2014

Himmel un' Ääd


Eigentlich wollte ich ja dieses Wochenende in den Schwarzwald fahren, um mich dort mit Freunden zu treffen und ein bisschen zu grillen. Leider kam mir was dazwischen, und so musste ich einen Teil der Treipen, die eigentlich für den Schwarzwald vorgesehen waren, alleine genießen. OK, es gibt schlimmeres... ;)

Was Treipen sind, hatte ich bereits hier beschrieben, nur diese hier waren nicht aus Luxemburg, sondern aus Deutschland, nämlich von der Landmetzgerei Maas in Weiten. An jener Stelle hatte ich auch beschrieben, was Himmel un' Ääd ist.

Diese Treipen kann man sowohl als ganze Wurst bzw. im Ring in einer Pfanne braten. Das sieht dann so aus - hier in der Pfanne vom Cobb auf dem Cobb:
Besonders lecker finde ich es dabei immer, wenn die Pelle der Wurst aufplatzt, etwas vom Brät in der Pfanne ausläuft und dort knusprig ausbackt. Um diesen Effekt gezielt zu erreichen, schnitt ich den Ring in Scheiben, die ich dann auf der Griddle an den Schnittflächen anbriet. Wenn die Scheiben beim Wenden auseinander fallen, ist das übrigens nicht weiter schlimm und tut dem Geschmack keinerlei Abbruch - es sieht nur eben nicht so gut aus.

Die Wurst wurde anschließend mit grobem Apfelkompott (Himmel) und kleingewürfelten Bratkartoffeln (Ääd) sowie gebratenen Zwiebeln genossen.
Die deutschen Treipen stehen den luxemburgischen in nichts nach und waren überaus lecker! Da hat dann nur noch der Schwarzwald mit meinen Freunden gefehlt...

Freitag, 10. Oktober 2014

Panko-Parmesan-Wings


Naja, eigentlich ist dieser pulverartig geriebene Parmesan, wie man ihn in der Durchschnitts-Pizzeria zu den Nudeln gereicht bekommt, nicht das Wahre. Nun habe ich neulich im Internet in einem Video von The Wolfe Pit eine Variante für Chicken Wings gefunden, für die diese Art von Parmesan wie geschaffen ist: Chicken Parmesan Wings! Das wollte ich auch mal ausprobieren, allerdings habe ich das Rezept leicht abgewandelt: Statt Paniermehl nahm ich Panko-Mehl, die Mengenverhältnisse habe ich etwas pikanter abgewandelt, und außerdem wollte eine leichte Schärfe-Note an die Wings bringen. Außerdem wollte ich die Wings natürlich nicht im Backofen machen, sondern grillen.

Das waren meine Zutaten für 6 bis 8 Wings:

2 EL Mayonnaise
5 EL Panko-Mehl
3 EL geriebener Parmesan
1/2 TL gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Salz
1 TL Oregano
1 TL Knoblauch-Pulver
1 TL Zwiebel-Pulver
1/2 TL Piment d'Espelette (stattdessen kann auch rosenscharfer Paprika verwendet werden)

Die Wings werden zunächst abgewaschen und trocken getupft. Nun werden sie mit der Mayonnaise eingerieben. Dies hat zum einen den Zweck, dass die Haut beim Grillen knuspriger werden soll. Zum anderen soll der Rub hierdurch besser an den Wings haften, und diesen Rub mischen wir uns aus allen übrigen Zutaten zusammen und tragen ihn auf die Wings auf.

Die so vorbereiteten Wings kommen nun auf den zwischenzeitlich aufgeheizten Grill, wo sie bei einer Garraum-Temperatur von 180 bis 190° etwa 40 Minuten bei indirekter Hitze gegrillt werden. Wenn die Wings fertig sind, kommt noch ein bisschen geriebener Parmesan darüber - und fertig! Im Ausgangsrezept wird eine Tomatensauce wie für Pasta zum Dippen gereicht. Ich habe mir aber aus Cocktail-Tomaten und etwas Basilikum einen kleinen Salat gemacht.




Das waren ein paar von den besten Wings, die ich je gemacht habe: Außen waren sie knusprig, innen saftig und total lecker! Unbedingt ausprobieren!

Samstag, 4. Oktober 2014

Kürbissuppe vom Grill


In gleich mehreren Food-Blogs wie auch Grillforen ist mir die Kürbissuppe nach Paul Bocuse bereits aufgefallen, die in einem Kürbis selbst zubereitet wird. Da alle von dieser Suppe schwärmten, wollte ich sie nun endlich auch einmal ausprobieren.

Ich besorgte mir hierfür drei etwa gleich große Hokaido-Kürbisse, von denen ich einen Deckel abschnitt. Aus den Kürbissen wurden die Kerne entfernt, so dass sie einigermaßen ausgehöhlt waren. Nun wurden 400 g Crème fraiche, 200 g Schmand, einer kleingehackten Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer vermischt und leicht erhitzt. Hierein kam dann nach etwa 15 Minuten 175 g geriebener Gruyère. Diese Mischung wurde noch mit 500 ml Gemüsebrühe aufgegossen und kam dann in die ausgehöhlten Kürbisse, die zuvor auf den Innenseiten ebenfalls noch nach Geschmack bzw. Belieben gewürzt wurden.

Dann ging's ab auf den Keramikgrill, der für indirekte Hitze aufgebaut war. Bei 180° C blieben die drei Kürbisse dort für etwa zwei Stunden und wurden dann serviert.

Zuvor gab es noch Jalapeno-Poppers als Vorspeise, die ich auf dem Gasgrill zubereitet hatte.







Man konnte das Fruchtfleisch sehr leicht und gut mit dem Löffel von der Hülle des Kürbisses lösen und zusammen mit der Crème verspeisen. Die Kombination von beidem war überaus schmackhaft, allerdings auch extrem sättigend. Glücklicherweise hatte ich statt der im Originalrezept vorgesehenen Crème double "nur" Crème fraiche verwendet, sonst wäre sie noch mächtiger gewesen. Ich könnte mir auch noch gut einen Schluck Weißwein, Muskat und noch eine weitere Knoblauchzehe daran vorstellen.