Sonntag, 21. September 2014

Reh-Nuss


Vielfalt vom Reh stand heute auf dem Speiseplan. Genau genommen waren das vier Gänge vom Reh und dazu noch ein Dessert. Im Vordergrund steht hier natürlich das, was vom Grill kam.

Aber beginnen wir der guten Ordnung halber von Anfang an: Starter war Rehleber, die in Salbeibutter gebraten wurde:
Als nächstes gab es einen Cappucino von Reh-Pilz-Suppe:
Gefolgt wurde dies von gebeiztem Rehrücken an Spargelsalat mit Himbeer-Vinaigrette:
Nun ging's weiter mit der Reh-Nuss: Beide Stücke wurden mit einem Rub auf Kaffeebasis (Ankerkraut Coffee Cannonball) gewürzt. Das Fleisch wurde dann zunächst von beiden Seiten direkt angegrillt und dann indirekt gar gezogen bis zu einer Kerntemperatur von 55° C und dann ein paar Minuten ruhen gelassen. Serviert wurde mit Bohnen, Spätzle und einer Sauce, die aus Rehknochen, Fleischabschnitten und Wildfond gemacht wurde.




Als Dessert gab es schließlich ein Trester-Parfait an Himbeerlikör:

Sonntag, 14. September 2014

Lammcarrée


Vom letzten Einkauf brachte ich Lammcarrée mit, und das sollte es am Sonntag geben. Es wurde nur leicht gewürzt mit einer mediterranen Fleur de Sel-Mischung und einer Sieben-Pfeffersorten-Mischung. So kam es dann bei etwa 110° C auf den Keramikgrill, bis es eine Kerntemperatur von 48° C hatte. Dann kam es auf den hochgeheizten Gasgrill, wo das Lammcarrée auf einer Griddle von beiden Seiten angebraten wurde. Beilagen waren grüne Bohnen, Kartoffelpüree und eine Rotweinreduktion.



 Das eine Lammcarrée wurde medium rare zubereitet...
 ...und das andere eher medium well.

Pancakes von der Griddle


Ein guter Start in den Tag funktioniert zum Beispiel mit Pancakes, also der amerikanischen Variante unseres Pfannenkuchens. Diese sind kleiner, aber auch etwas dicker als die hiesige Spielart. Man muss also darauf achten, dass der Teig etwas dickflüssiger ist.

Ich vermische zunächst:

175 g Mehl
1 EL Zucker
1,5 TL Backpulver
1/4 TL Salz

Dann verquirle ich folgende weitere Zutaten:

220 ml Milch
30 ml Mineralwasser
3 EL Öl
2 Eier

Diese flüssigen Zutaten kommen dann zu den trockenen und werden miteinander gut vermischt. Sobald ich eine flüssige Konsistenz aller Zutaten erreicht habe, vermische ich alles nochmal mit dem Stabmixer, um eine etwas luftigere Masse zu erhalten. Diese Mischung kann dann etwa 20 Minuten ruhen.

In der Zwischenzeit wird der Grill mit der Griddle aufgeheizt. Sobald die Griddle ordentliche Hitze hat, gibt man zuerst dünn Öl und dann den Pfannkuchenteig darauf: die einzelnen Pancakes sollen nicht sehr groß werden, Untertassengröße sollte das Limit sein. Beim Wenden trage ich erneut dünn Öl auf.

Klassisch isst man die Pancakes natürlich mit Ahornsirup, als sehr leckere Alternative hat sich auch Johannisbeer-Marmelade herausgestellt.






Samstag, 13. September 2014

Himmel un Ääd-Pizza


Himmel und Erde kennen die meisten ja: "Himmel" steht für die Äpfel an den Bäumen und "Erde" für die Äpfel in der Erde - also für Kartoffeln. Und im Rheinländischen, wo dieses Gericht rege Popularität wie auch Tradition genießt, heißt es "Himmel un Ääd". Häufig wird Himmel un Ääd auch mit gebratener Blutwurst und Zwiebeln gegessen.

Nun schwebte mir seit längerem bereits im Sinn, so etwas mal auf dem Grill auszuprobieren. Und so kam mit die Idee, dies als eine Art Pizza aufzubauen: Geriebene rohe Kartoffeln - ähnlich einem Rösti - als Unterlage, Apfelkompott als Sauce (und Ersatz für die Tomatensauce der Pizza), belegt mit dem Brät von Blutwurst, Apfelscheiben und Zwiebelringen. An der saarländischen Riviera nimmt man als Blutwurst selbstverständlich "Treipen".

Treipen sind die luxemburgische Spielart der Blutwurst (und wohl allen anderen Arten von Blutwurst geschmacklich überlegen), die aus Schweinekopf, diversen Innereien und natürlich Blut hergestellt werden. Hinzu kommt in aller Regel Weißkohl, der dem ganzen den richtigen Kick verpasst.

Los ging es mit fünf bis sechs großen, geriebenen Kartoffeln, die mit Salz und Pfeffer gewürzt wurden. Diese Masse kam in ein Pizzablech, wo sie fest angedrückt wurde. Dies kam für etwa 15 Minuten bei etwa 270° C in den Keramikgrill, wobei die Rosterhöhung verwendet wurde, damit das ganze etwas mehr Oberhitze abbekommt.

Anschließend wurde die Kartoffelmasse umgeschichtet und belegt: zunächst mit einer Lage Apfelkompott, dann mit dem Brät aus den Treipen, Apfelscheiben und Zwiebelringen.

Dann ging's wieder zurück auf den Keramikgrill für weitere 10 Minuten, bis die Treipen etwas knusprig waren.




Hier ein Viertel der fertigen Himmel un Ääd-Pizza, fertig zum Verzehr - sieht vielleicht nicht sooo gut aus, schmeckt aber himmlisch:

Und hier noch ein Blick auf den Essensbegleiter, der gut mit der Himmel un Ääd-Pizza harmoniert hat:

Sonntag, 7. September 2014

Rumpsteak mit Walnuss-Kapernbutter-Haube

Manchmal kommt eben alles anders als geplant. Geplant waren nämlich eigentlich Stielkoteletts vom Schwein, die der Metzger jedoch gerade nicht hatte, und so nahm ich eben ein paar Rumpsteaks. Auch hatte ich noch etwas Kapernbutter übrig, die ich mit etwas geriebenem Parmesan, gemörserten Walnüssen und Pankomehl vermischte, was dann als Haube für die Steaks dienen sollte.

Die Steaks wurden also über direkter Hitze angegrillt. Dann wurde die Walnuss-Kapernbutter-Haube aufgetragen, und die Steaks kamen zurück auf den Grill, wo sie bei indirekter Hitze zu fertig gegart wurden.
Als Beilagen gab es Möhren (beim nächsten Mal besser Bohnen) und Kartoffelpüree.