Sonntag, 29. Juli 2012

Dreierlei Ribs

Heute standen mal wieder Babyback-Ribs auf dem Programm. Und da ich mit Ribs immer gerne experimentiere, habe ich drei verschiedene Rubs verwendet: Don Marco's Cherry Bomb, Blues Hog Rub und der selbst angemischte Texas Rub aus dem Buch "Sehr gut grillen" von TB & The BBQ Scouts. Die kamen bei 120°C in den Louisiana CS-450, der mit Buchenholzpellets betrieben wurde.


Außerdem habe ich heute noch Buttern angerührt: eine Habanero-Butter, eine Koriander-Butter und eine Habanero-Koriander-Butter, die als Vorspeise auf Baguette ausprobiert wurden.
Die Koriander-Butter wurde sofort dazu verwendet, um damit ein paar Maiskolben zu bestreichen, die im Alufolie verpackt gleichfalls in den Pelletsmoker kamen.
Dann wurden nach gut 3 1/2 Stunden die Ribs mit Blues Hog BBQ Sauce glaciert.
Nach 4 Stunden waren die Ribs schließlich fertig und wurden zusammen mit den Maiskolben serviert.

Es fällt mir schwer einen Favoriten bei den drei Rubs auszumachen. Positiv erwähnen möchte ich an dieser Stelle allerdings Don Marco's Cherry Bomb, der diesmal etwas intensiver geschmeckt hat als bei den vorangegangenen Versuchen - scheinbar scheint dem Rub die Folienphase, die ich diesmal weggelassen hatte, nicht gut zu tun. Am ehesten würde ich den Blues Hog Rub als Gewinner nennen, gefolgt von Cherry Bomb. Hervorragend als Glaze eignet sich jedoch die Blues Hog BBQ Sauce, die mit ihrer dominanten Süße prädestineirt für Ribs zu sein scheint - wenn man nicht selbst eine Glaze machen möchte, ist das eine ganz klare Kaufempfehlung!

Samstag, 28. Juli 2012

Chicken, Scampi, Quesadillas


Gestern abend waren wieder Freunde zu Gast, die von mir begrillt wurden.

Los ging es mit Quesadillas, die mit geriebenem Käse, Jalapenos und Frühlingszwiebeln belegt waren.



Danach gab es Scampi-Spieße und Minipaprika-Frischkäse-Schiffchen.


Als Hauptgang machte ich eine Variation von Hähnchenschenkeln: Die Oberschenkel wurden entbeint, mit meinem Banana-Rub gewürzt und drei Stunden lang bei etwa 110°C gegart sowie mit Kirschholz gesmoked - später kamen sie in eine Aluschale und wurden mit Butterstückchen belegt. Die Unterschenkel wurden zu Lollipops verarbeitet und mit Stubb's Chicken Rub gewürzt und mit Bacon umwickelt. Nach einem Rezept aus der neuen Fire & Food wurden sie in ausgehöhlten Äpfeln zubereitet, die mit Bacon ausgelegt waren. Die Oberschenkel wurden mit Blus Hog Memphis BBQ-Sauce und die Lollipops mit Sweet Baby Ray's Raspberry Chipotle BBQ-Sauce glaciert. Als Beilagen gab es Paprika-Zucchini-Gemüse und Smoker-Kartoffeln.






Montag, 23. Juli 2012

EcoGrill


Schon wieder ein neuer Grill?! Ja, aber nicht für lange! Ich habe nämlich einen EcoGrill, einen Einweg-Grill, der mehr oder weniger ganz abbrennt und nur Asche hinterlässt, bekommen, um den mal auszuprobieren.

Was ist ein EcoGrill? Hmmm, schonmal was von einem Schwedenfeuer gehört? Genau, das ist ein Stück Holz, das aus einem Baumstamm herausgeschnitten wurde, an den Seiten eingeschnitten ist und angezündet wird. Der EcoGrill ist dessen logische Weiterentwicklung in Richtung Nahrungszubereitung: Der Stamm aus Erlenholz ist innen ausgehöhlt und mit Holzkohle gefüllt. In der Mitte wiederum findet sich das ganze nochmals in klein: hier ist jedoch keine Kohle drin, sondern ein Grillanzünder.

Zum Betrieb ist eine feuerfeste Fläche unter dem Grill erforderlich. Aufgrund seiner Größe von 20 bis 24 cm Durchmesser ist das Teil leicht transportabel.

Dazu gibt es auch noch einen klappbaren Rost, der darüber gestellt und mit Grillgut belegt werden kann.

Wer sich das alles nicht vorstellen kann, hier sind ein paar Bilder:





Der Grillanzünder lässt sich gut zünden, und schnell ist das Feuer hiermit entfacht. Die Bedienung ist bislang schon einmal sehr simpel und vor allem sehr effektiv.


Hierbei zeigt sich schon bald, dass der EcoGrill nichts für Ungeduldige ist: Die Holzkohle entzündet sich zwar recht schnell und effektiv. Durch das Holz entstehen allerdings auch über einen längeren Zeitraum hinweg Flammen. Nach einer Stunde erst etwa hat man eine grillfertige Glut.

Zum Vergleich mit meinem Kugelgrill: ein Anzündkamin Holzkohle benötigt eine halbe Stunde zum Durchglühen, die Kohle kommt in den Grill und nach weiteren fünf bis zehn Minuten kann man grillen. Aber als BBQ-Freak ist man ja ohnehin längere Wartezeiten gewöhnt, so dass dies als geradezu lächerlich kurz hingenommen werden kann.

Also: Rost aufgestellt und erhitzen lassen, dann die Fränkischen Bratwürste aufgelegt...





Die Würste waren bereits nach kurzer Zeit fertig und schön geröstet. Sie wurden sowohl solo mit Senf...
...als auch in Baguette mit Senf verkostet.
Und die Würste waren erstaunlich lecker, denn das Erlenholz hat ein wohlschmeckendes Raucharoma an der Bratwurst hinterlassen. Ein ganz klarer Pluspunkt für den EcoGrill!

Nach den Würsten stellte sich heraus, dass ich mit nur Bratwurst doch recht schlecht vorbereitet für den EcoGrill war: Jetzt wären noch ein paar Scampi-Spieße denkbar und vor allem machbar gewesen - nur so zum Beispiel.

Aber etwas wollte ich doch noch mit dem EcoGrill machen: Ich würzte ein paar kleine Kartoffeln mit Salz, Paprika- und Chili-Pulver sowie Olivenöl, wickelte sie in Alufolie ein und legte sie in die Glut (das war eine gute halbe Stunde, nachdem die Bratwurst fertig war).


Und so sahen die Folienkartoffeln nach einer Stunde in der Glut und mit gesalzener Butter serviert aus:


Die Kartoffeln hatten ein knusprige Kruste und waren auf den Punkt gegart. Aufgrund der Alufolie hatten sie natürlich kein Raucharoma angenommen, aber geschmacklich waren sie allemal sehr lecker!

Nach vier Stunden Betriebsdauer wurde der Rest des EcoGrills nochmals geschürt und es ergab sich dieses schöne Bild mit Lagerfeuer-Romantik:
Und das ist vom Eco Grill übrig geblieben:

Fazit: Der EcoGrill ist eine witzige Erfindung. Man kann zwar nur direkt und auf recht kleiner Fläche darauf grillen - was bauartbedingt ja auch klar ist -, hat aber ein schönes Raucharoma naturbedingt inklusive. Aufgrund der geringen Größe ist der EcoGrill vielseitig und vor allem sehr mobil einsetzbar. Die Bedienung ist total simpel: anzünden, abwarten und grillen - easy!

Mit dem Stichwort "Abwarten" ist man auch bei dem einzigen - wie ich finde vordergründigen Nachteil des EcoGrill angekommen, denn es dauert etwa eine Stunde, bis man damit grillen kann. Aber mal ehrlich: Für ein Brisket oder Pulled Pork nehme ich 12 Stunden und mehr in Kauf, warum soll man da nicht mal 15 bis 20 Minuten länger warten können, als man es bei Verwendung eines Anzündkamins und beispielsweise eines Kugelgrills tun würde. Und von der Perspektive eines Grillanfängers aus betrachtet: Nach einer knappen Stunde hat man allemal eine grillfertige Glut! Ich kann mich an eine Grillmeisterschaft erinnern, bei der ein Team am Nachbarstand deutlich längere Zeit brauchte, um auch nur ein Feuer zu entfachen!

Und zu guter Letzt: Der EcoGrill ist auch eine faszinierende Angelegenheit, denn es macht riesigen Spaß, dem Entfachen der Glut und Stunden später den Lagerfeuer-ähnlichen Flammen zuzuschauen.

Zu einem Preis von - ich glaube - 7,50 € eine klare Kaufempfehlung! Sehr schön, dass ich noch einen zweiten habe...

Sonntag, 15. Juli 2012

Jamaican Jerk Pork, Seafood und Dessert-Pizza

Nachdem ich letzte Woche mit meinem Jamaican Jerk Pork ja schon soweit ganz zufrieden war, wollte ich es diese Woche noch einmal mit Habañeros ausprobieren. Es kamen im Übrigen noch drei kleinere Jalapeños mir dazu. Ansonsten blieb es bei dem Rezept von Steven Raichlen. Mit dieser Marinade wurde ein Schweinenacken von etwa 2,7 kg über Nacht eingelegt und heute morgen bei etwa 110°C auf den Scouti mit einer Mischung aus Apfel- und Hickorychips gelegt. Und das sah zunächst so...
...und nach gut 2 Stunden so aus:
Ach ja, was ich noch nicht erwähnt hatte: ich hatte heute sechs Leute zu Gast, die beköstigt werden sollten. Los ging es mit kleinen Appetizern in Form von Quesadillas und Tomaten-Mozarella-Spießchen.



Weiter ging es mit der eigentlichen Vorspeise - einer Auswahl aus dem Meer: Lachshäppchen, Kabeljau-Pistou-Serrano-Röllchen, Paprika-Garnelen-Ziegenkäse-Schiffchen, Scampi-Spießen an mediterranem Reis und Quellern.





Zwischendurch sah das Jamaican Jerk Pork so aus:
Nun wurde auf dem Louisiana Kentwood eine Menge Paprika aufgelegt, um die Haut anzusengen, damit diese leicht abgezogen werden kann, um die Paprika in Streifen zu schneiden und mit Petersilie zu Peperonata zu verarbeiten. Gleichzeitig kamen kleingewürfelte Kartoffeln mit Zwiebelringen auf den Louisiana CS-450.

Langsam wurde auch das Jamaican Jerk Pork fertig und wurde auf geschnitten:

Tellerbild des Hauptganges - Jamaican Jerk Pork mit Peperonata und Grillkartoffeln:
Als Dessert gab es Pizza Napoli, aber in süß: Grundlage war ein Tortilla, der mit Erdbeersauce bestrichen als Tomatensaucen-Ersatz bestrichen wurde. Statt Mozarella wurde die Pizza mit Litschis belegt und gegen Ende der Grillzeit kamen - statt Basilikum - Minzblätter hinzu. Serviert wurde mit einem Bällchen Pecannusseis.