Sonntag, 31. Juli 2011

Rinderhüfte


Gestern hatte ich eine Rinderhüfte von der Sehne befreit und den Hüftfilet-Teil in kleine Steaks geschnitten. Der Rest wurde mit Big Bad Beef-Rub gewürzt und vakuuimert über Nacht im Kühlschrank geparkt. Big Bad Beef-Rub nach Meathead besteht aus folgenden Zutaten:

3 EL schwarzer Pfeffer gemahlen
2 EL Salz
1 EL Zucker
1 EL Zwiebelpulver
2 TL Knoblauchpulver
2 TL Senfpulver
2 TL Chili-Pulver
1 TL Chipotle-Pulver

Heute morgen kam das Teil dann in den Smoker.

Dort wurde es unter Zugabe von Kirschholz gesmoked bis zu einer Kerntemperatur von 54°C.

Anschließend, und das war ein Fehler, habe ich es bei höherer Temperatur von etwa 165°C noch kurz von jeder Seite erhitzt. Um eine Kruste hinzubekommen, war die Temperatur zu niedrig und die Zeit zu kurz - es wurde lediglich der Gargrad erhöht, wie beim Anschnitt zu sehen ist:



War aber nicht schlimm: Das Fleisch war butterzart und geschmacklich einwandfrei. Als Beilage gab es selbstgemachte Kräuterbutter, gefüllte Tomaten und Krautsalat.

Fazit: Butterzart und hervorragend im Geschmack - Rinderhüfte bietet jede Menge Potential zum Experimentieren mit verschiedensten Rubs und Marinaden bei einem verhältnismäßig niedrigen Verkaufspreis!

Pulled Pork und Pudding

Für den 30.07.2011 war ein kleiner Grillabend auswärts geplant. Da ich meinen Grill nicht mitnehmen wollte, beschloss ich zuhause im Smoker einen Schweinenacken von etwa 2,8 kg für Pulled Pork aufzulegen. Dieser wurde Freitagabend mit Senf und selbstgemachtem Butt Rub eingerieben und kam Samstag um 5 Uhr auf den WSM.

Nach drei Stunden sah das vor dem ersten Moppen mit einer Mischung aus Apfelsaft und Apfelessig dann so aus:
Es wurde anschließend stündlich gemoppt, und nach knapp 13 Stunden war das Fleisch dann mit 91°C fertig:
Nach einer Ruhephase von einer knappen Stunde wurde es dann gepulled.
Hier die fertigen Pulled Pork-Brötchen mit Cole Slaw (Krautsalat) und selbstgemachter South Carolina Mustard-Sauce:


Noch während des Essen kam ein Witzbold auf die Idee, dass ich ja auch noch Pudding für die Kinder machen könnte. Nachdem die Kinder dann mit dieser Idee angefixt waren, wurde dann auch noch - wenn auch nicht auf dem Grill - Pudding gekocht:

Fazit: Der zeitliche Aufwand für Pulled Pork lohnt sich immer!

Sonntag, 24. Juli 2011

Hühnerbrust-Involtini-Salat mit Minipaprika, Ziegenkäse und Ananas


Heute gab es mal Salat - aber in meiner Variante mit viel Zeug vom Grill dabei! Zwei Hühnerbrüste wurden aufgeschnitten, mit einer Olivenöl-Kräuterpaste bestrichen, mit Mozarella und geriebenem Emmentaler belegt und in Bacostreifen aufgerollt.


Als weitere Beilage gab es Ziegenfrischkäse und Ananas jeweisl in Bacon eingewickelt sowie Minipaprika mit Frischkäsefüllung.


Nachdem die Hühnerbrust-Involtini kurz über direkter Hitze angebraten wurden, kam alles bis auf den Ziegenkäse - der erst 10 Minuten später aufgelegt wurde in die indirekte Zone.

Anschnitt der Hühnerbrustrolle...
...und Tellerbild:
Fazit: Das war zwar ein Bacon-Overkill, aber geschmeckt hat es hervorragend. Die Hühnerbrust-Involtini waren sehr saftig und hatten eine intensive Kräuternote.

Samstag, 23. Juli 2011

Drumsticks, Jalapenos, Kirschen und Mozarella im Speckmantel


Die unlängst vorgestellte Ernte meiner Jalapenos musste natürlich schnellstmöglich verarbeitet werden: ganz klassisch als Jalapeno-Poppers, also ausgehöhlt, mit Käse gefüllt und mit Bacon umwickelt. Außerdem habe ich ein paar Kirschen entsteint und statt des Steins ein Stückchen Käse implantiert und schließlich mit Bacon umwickelt. Auch mit Bacon umwickelt wurden Mini-Mozarella-Kugeln, die dann zusammen mit den Kirschen auf einen Spieß gezogen wurden. Das war so natürlich noch ein bisschen wenig, um eine vollwertige Mahlzeit darzustellen, so dass es noch ein paar Drumsticks mit Tomatensalat gab.

Die Drumsticks wurden mit Butt Glitter Rub gewürzt und kamen zunächst in den Smoker, wo sie mit Kirschholz geräuchert wurden.
Nach einer Stunde wurden dann die Jalapenos auf dem Kugelgrill aufgelegt.
Die Drumsticks nach etwa einer Stunde:
Hier die fertigen Jalapenos:
Und hier der Spieß mit den Kirschen und dem Mozarella:
Tellerbild von Jalapeno, Kirsche und Mozarella:


Im Anschluss wurden die Drumsticks ebenfalls auf der Kugel aufgelegt, mit Habanero-Honig glaciert und etwas angeknuspert.
Und fertig:


Fazit: Die Kirschen waren absolut genial, der Mozarella gut, aber ausbaufähig und die Drumsticks waren durch das Garen bei niedriger Temperatur im Smoker und das nur kurze anknuspern total saftig.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Jalapenos im Juli

Im Juli werden die Jalapenoschoten mal getrennt von ihren Pflanzen gezeigt: meine zweite Ernte!
Mit anderen Worten: Am Samstag gibt es mal wieder Jalapeno-Poppers aus eigener Zucht!

Sonntag, 17. Juli 2011

Deutsch-luxemburgischer Grillabend

Für den 16.07.2011 hatte ich mich mit meinem luxemburgischen Freund Marc zu einem gemeinsamen Grillabend verabredet. Marc wollte Fisch machen und ich ein Brisket. Darüber hinaus hatte jeder auch noch die ein oder andere Kleinigkeit vorbereitet.

Meine Vorbereitungen begannen bereits donnerstags mit dem Würzen der Rinderbrust. Hierzu habe ich einen Rub zusammengestellt, den ich inzwischen nur noch für Brisket verwende:

1 EL grobes Meersalz
2 TL Chipotle-Pulver
2 TL schwarzer Pfeffer
2-3 TL bauner Zucker
2 TL Knoblauchpulver
2 TL Zwiebelpulver
2 TL Paprikapulver
1 TL Cumin
1 TL Selleriesalz
1 TL Cayenne
2 TL Oregano


Das Brisket wurde anschließend vakuumiert und anschließend bis zum nächsten Abend im Kühlschrank geparkt. Freitags kam es dann um 22:15 Uhr bei einer Garraumtemperatur von etwa 100°C auf den Smoker.
Zwischendurch wurde immer mal wieder mit einer Mischung aus Bier, Apfelessig und dem Brisket-Rub gemoppt. Nach 12 Stunden lag das Brisket bei einer Kerntemperatur von 74°C und wurde nochmals gemoppt.



Um 18:30 Uhr sollte ich bei meinem Freund Marc in Luxemburg sein. Allerdings war das Brisket immer noch nicht fertig. Ich beschloss daher, erst einmal ohne Brisket zu Marc zu fahren und es dann nach dem ersten Gang holen zu fahren (sind ja nur 10 Minuten Fahrtzeit).

Leider spielte auch das Wetter nicht richtig mit, und nach kurzer Zeit begann es bereits zu regnen. Aus diesem Grund gibt es leider auch nur sehr wenige Fotos vom Grillen vor Ort.

Der erste Gang war ein Ziegenkäse mit Feigen, einer Dattel und Ahornsirup und wurde leider nicht fotografisch dokumentiert... Anschließend fuhr ich nach Hause und sah nach dem Brisket. Das hatte nach 22 Stunden mit 89°C zwar immer noch nicht die angepeilte Kerntemperatur jenseits der 90°C-Marke, aber ich nahm es trotzdem in einer Thermobox mit in die luxemburgische Nachbarschaft. Dort ruhte es noch eine Weile.

In der Zwischenzeit hatte Marc bereits mit dem Grillen seiner Doraden und Wolfsbarsche begonnen:



Ich steuerte hier noch gratinierten Fenchel bei, was auf einem bereits von begonnenem Verzehr betroffenen Teller so aussah:
Anschließend legte ich dann noch ein bisschen Fingerfood auf den Grill - hiervon wurden wegen Dunkelheit und Regens leider keine Fotos gemacht, dafür ber vom Resultat: Chicken-Honey-Rolls und Kürbisblüten (die Füllung bestand aus einer Mischung aus Bratwurstbrät, Frischkäse, Kräutern und South Carolina Mustard-Sauce).
Schließlich wurde das Brisket angeschnitten und serviert - als Beilage gab es Black-Cowboy-Beans, die ich nachmittags im Dutch Oven vorbereitet hatte und abends dann wieder aufwärmte. Das Brisket war zarter als Butter und phänomenal im Geschmack!



Als Dessert wurde dann noch eine Eistorte aus einer luxemburgischen Konditorei serviert, von der ich leider auch keine Fotos mehr gemacht hatte.

Fazit: Ich darf nicht mehr soviel essen, auch wenn's noch so gut schmeckt. Und hervorragend geschmeckt hatte alles!